
Ein Blick hinter die Kulissen der traditionsreichen Nudelfabrik in der Toskana
Wer Pasta liebt, wird Martelli verehren. Der Familienbetrieb im kleinen Ort Lari in der Toskana steht seit 1926 für handgemachte Nudeln in Reinform – ohne Kompromisse bei Qualität, Herkunft und Herstellung. Unser Besuch bei Martelli beginnt mit einer Führung, wie sie persönlicher nicht sein könnte. Kristina, unsere charmante Begleiterin, lebt unweit von Lari. Neben der Vermittlung von Ferienunterkünften ist es ihr Herzensprojekt, Gästen die kleinen Geheimnisse dieses traditionsreichen Betriebs näherzubringen.
Ein Dorf, ein Name, eine Mission
Noch vor wenigen Jahrzehnten war Lari nahezu unbekannt. Doch durch Kristinas Engagement und die mediale Aufmerksamkeit, die sie für Martelli gewinnen konnte, hat sich das geändert. Heute pilgern Pasta-Liebhaber aus aller Welt in das charmante Dorf, um zu sehen, wo eine der authentischsten italienischen Nudeln entsteht.
Von Hand gemacht – im wahrsten Sinne des Wortes
Martelli produziert ausschließlich in Handarbeit – vom Einfüllen des Mehls bis zum Abpacken der fertigen Pasta. Eine Tonne Hartweizengrieß, gewonnen ausschließlich aus der Toskana und Umbrien, wird täglich verarbeitet. Zum Vergleich: Bei einem industriellen Hersteller wie Barilla entspricht dies der Produktion von wenigen Stunden.



Was Martelli besonders macht, ist nicht nur der Ursprung des Getreides, sondern auch der Einsatz alter Technik: Der Nudelteig wird in einer Knetmaschine aus den 1960er-Jahren bearbeitet und anschließend durch Bronzeformen gepresst. Das verleiht der Pasta ihre typisch raue Oberfläche – ideal, damit sich die Sauce perfekt mit der Nudel verbindet.
Pasta mit Charakter – langsam und schonend getrocknet
An unserem Besuchstag laufen Spaghetti durch die Maschine – eine von fünf Sorten, die Martelli herstellt. Weitere sind Spaghettini, Penne, Maccheroni und Fusilli. Jeden Tag wird nur eine Sorte produziert. Die Nudeln werden traditionell auf Stäbe gehängt und anschließend 50 Stunden lang luftgetrocknet – ein Verfahren, das in industrieller Fertigung längst der Vergangenheit angehört.
Nach dem Trocknen erfolgt der letzte Schliff: Die Nudeln werden per Hand abgewogen und verpackt. Der Senior der Familie verschließt jede Tüte eigenhändig – mit einem Fußpedal und zwei Metallklammern.





Wo Pasta noch Seele hat
Martelli verkauft seine Nudeln ausschließlich in 1-kg-Packungen. Wer vor Ort in Lari einkauft, zahlt faire 4,80 Euro – allerdings nicht direkt in der Fabrik, sondern in der benachbarten Bar. In Deutschland liegen die Preise ab 6,90 Euro, in den USA sogar bei über 20 Dollar. Die Führung kostet 8 Euro pro Person – ein mehr als lohnender Beitrag für ein echtes Erlebnis der toskanischen Art.


Wer sich ebenfalls auf diese kulinarische Reise begeben möchte, kann direkt mit Kristina Schmidt Kontakt aufnehmen:
Fon: +39 328 484 47 02
E-Mail: info@toskanaferien.de
Web: www.toskanaferien.de


